Was der Umbau der Bib für Studierende bedeutet

So wird die Bib bald nicht mehr aussehen.


Ab 2019 ist es soweit: Aus unserer tristen Uni-Bib wird nach und nach das neue Statussymbol der TU. Mehr als 40 Jahren stand der graue, hässliche Kasten dann schon auf dem Campus. Bis die Bibliothek fertig ist, müssen wir uns jedoch auf einige Änderungen einstellen. 

Über 4000 Menschen kommen Tag für Tag in die Zentralbibliothek. Viele von uns nutzen sie, um in Ruhe zu lernen. Andere recherchieren für Haus- oder Abschlussarbeiten. Eine Alternative muss also her, wenn der Umbau beginnt. Wie schwierig das wird, haben der Bibliotheksleiter Joachim Kreische und Umbau-Planer Axel Wibbelt nun erörtert. Zwar können Studierende während der Umbau-Phase in die Emil-Figge-Bibliothek oder die Bereichsbibliotheken der einzelnen Fakultäten ausweichen – so viele Plätze, wie zur Zeit in der Bibliothek zur Verfügung stehen, wird es aber kaum geben. Die Planer überlegen deshalb, auch Teile der Mensa anzumieten. So oder so: Ab 2019 wird es für Lernende eng.

Hinzu kommen 1,7 Millionen Bücher, die ebenfalls neuen Platz brauchen. Viele Bücher werden deshalb künftig außerhalb des Campus gelagert werden müssen. Die beliebteste Literatur soll aber an der Uni bleiben: Eventuell in einem Unterschlupf ähnlich dem ehemaligen Hörsaalzelt. Und auch an die anderen Bücher ist während des Umbaus ranzukommen – durch einen Bringservice direkt zur Uni. 

Ziemlich viel Aufwand – dafür versprechen die Pläne aber viel: „Die umgebaute Bibliothek wird ein einheitlicher Baukörper mit einheitlicher Fassade. Das Foyer wird zur Mensabrücke gerichtet sein“, sagt Planer Wibbelt. Großflächige Fenster an allen vier Außenseiten sollen für eine helle und moderne Atmosphäre sorgen. Und die Bib wird wachsen: Um mindestens ein Stockwerk wollen die Planer das Gebäude aufstocken. 

Flexible Regale und eine neue Cafeteria

Schon jetzt sind während der Klausurenphasen die Plätze in der Uni-Bib extrem rar. Die Planer versprechen aber, die Lernplätze an die voraussichtlich wachsenden Studierendenzahlen anzupassen. Flexible Regale sollen wahlweise mehr Platz für Bücher oder Lernende bringen.

Aber die neue Bibliothek soll mehr als nur Lernplätze und Bücher bieten: Als Hauptgebäude der TU wird es in ihr Büroräume der TU-Organe, zum Beispiel des Rektorats und Angebote des Studierenden-Service geben. Und auch für Nervennahrung wird gesorgt sein: In einer neuen Cafeteria soll es auch dann noch Essen und Getränke geben, wenn Foodfakultät oder Galerie längst geschlossen sind.

Das einzige Manko: Von der fertig umgebauten Bib werden wir Studierenden leider nichts mehr haben. Wenn das komplette Gebäude in frühestens fünf Jahren fertig ist, haben wir unseren Abschluss hoffentlich schon längst in der Tasche. 

 

Beitragsbild: Jule Zentek

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