RUB: Psychologe erhält Leibniz-Preis

Bochum. Der Bochumer Professor für biologische Psychologie Onur Güntürkün erhält den Gottfried Wilhelm Leibniz Preis 2013. Am 6. Dezember gab die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ bekannt, dass Güntürkün unter den elf Preisträgern sein wird, die am 19. März 2013 den Preis erhalten werden.

Güntürkün erforscht, wie Wahrnehmung, Denken und Handeln im Gehirn entstehen. Dabei interessiert er sich vor allem für die Asymmetrie zwischen linker und rechter Gehirnhälfte, über die beim Menschen noch wenig bekannt ist. Der Bochumer Professor arbeitet hauptsächlich mit Tauben. Deren Asymmetrie der Hirnhälften ist der der Menschen sehr ähnlich, deshalb hat er sie umfassend erforscht. Er gilt als einer der führenden Neuroanatomen bei Vögeln.

Onur Güntürkün wurde 1958 in Izmir in der Türkei geboren und studierte ab 1975 Psychologie an der Ruhruniversität Bochum. 1993 wurde er einer der jüngsten Professoren Deutschlands. Er engagiert sich außerdem selbst in der „Deutschen Forschungsgemeinschaft“. Ihr Leibniz-Preis wird auch als der „deutsche Nobelpreis“ bezeichnet, da er als der wichtigste deutsche Forschungspreis gilt. Er ist mit 2,5 Millionen Euro dotiert und soll Spitzenforschung in Deutschland fördern.

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