Wanka will Karriere-Sicherheit für Doktoranden

Promovierende Nachwuchswissenschaftler an deutschen Hochschulen hangeln sich derzeit von Vertrag zu Vertrag. Das kritisierte Bildungsministerin Johanna Wanka in der Wochenzeitung Die Zeit. Die Ministerin kündigte an, Karrieren von Nachwuchswissenschaftlern zukünftig mehr Sicherheit geben zu wollen.

Derzeit ist ein Großteil der etwa 160.000 jungen Forscher an deutschen Hochschulen mit einem unbefristeten Vertrag angestellt. Die Hälfte dieser befristeten Verträge haben wiederum eine Laufzeit von weniger als einem halben Jahr. Planungssicherheit sehe anders aus kritisierte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, diese „bequeme“ Praxis der Unis. Sie sei unfair gegenüber wissenschaftlichen Mitarbeitern, da sie keine Sicherheit für die wissenschaftliche Karriere an der Uni gebe. 

In der Zeit kündigte Wanka eine „Offensive Wissenschaftlicher Nachwuchs“ an und machte konkrete Vorschläge. Eine Möglichkeit seien vom Bund finanzierte sogenannte Tenure-Track-Stellen, mit denen Doktoranden nach einer Bewährungszeit die Garantie auf eine dauerhafte Anstellung als Professor erhalten. Außerdem schlug sie vor, Doktoranden einen Vertrag über die gesamte Dauer ihrer Promotion auszustellen. Fixe Untergrenzen für die Vertragslaufzeit wolle sie den Hochschulen aber nicht vorschreiben.

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