Studieren am Strand im Auslandssemester

Fotografieren im Outback und mit Delfinen schwimmen vor der neuseeländischen Küste statt trüber Winter im Pott. Ein Auslandssemester am anderen Ende der Welt macht’s möglich. Hilfe bei der Suche und der Bewerbung an der Uni im Ausland bietet das International Education Centre IEC.

Erik Mattusch arbeitet seit einem Jahr für den IEC.

Erik Mattusch arbeitet seit einem Jahr für den IEC. Fotos: Verena Hilbert

Möglich sind Auslandssemester aber auch Bachelor- und Master-Studiengänge in Australien, Neuseeland, Malaysia, Singapur, China, Großbritannien, Spanien, Kanada und den USA. Sein Büro hat das Unternehmen IEC eigentlich in Berlin. Aber einmal im Jahr ist das Team für vier bis fünf Wochen in ganz Deutschland unterwegs, auch in Dortmund. An den Unis werben sie für Auslandsaufenthalte und bieten persönliche Beratung an. „Wir sind ein Dienstleister für Studenten und vermitteln Studienplätze im Ausland“, sagt Erik Mattusch, Studienberater und Anfragenmanager beim IEC.

Mit dabei in Dortmund waren am Montag auch Ping Khoo von der La Trobe University in Australien und Bronwyn Watts vom Unitec Institute of Technology in Neuseeland. Die beiden koordinieren an ihren Unis Studienaufenthalte von ausländischen Studenten. Sie wollen die Studenten direkt von ihrer Uni überzeugen. „Melbourne ist wie ein Mix aus Berlin und Köln. Man kann dort viel Spaß haben“, sagt Khoo. „Es ist eine multikulturelle Stadt und die Leute sind meist sehr freundlich und offen.“ Von den 30.000 Studenten an ihrer Universität kommen über 5000 aus dem Ausland.

Praxisorientiertes Studium

Am Unitec Institute of Technology in Neuseeland gibt es eine „Student Union“. Diese organisiert laut Watts ein Programm, bei dem man als ausländischer Student auch viel vom Land sehen, mit Delfinen schwimmen, wandern und Ski fahren kann.

Bronwyn Watts macht Werbung für ihre Uni in Neuseeland.

Bronwyn Watts macht Werbung für ihre Uni in Neuseeland.

Neben den Freizeitaktivitäten kann man an den ausländischen Unis aber auch Credits für Studium sammeln.“Wir haben eine große Bandbreite an Studienangeboten“, so Khoo von der australischen Uni. „Man kann auch fachübergreifend studieren“, sagt Watts aus Neuseeland. Wer also eigentlich zum Beispiel eine Naturwissenschaft studiert, kann im Ausland auch Kommunikationswissenschaft belegen. Das Studium sei zudem sehr praxisorientiert. Schließlich sei es „das Ziel später einen Job zu bekommen“.

Der einzige Haken an einem Studium im Ausland sind die Studiengebühren. „Es gibt eine große Bandbreite von 3.500 bis 15.000 Euro pro Semester“, sagt Erik Mattusch. Die könnten zwar durch Auslandsbafög und Stipendien teilweise gedeckt werden, seien aber doch oft abschreckend.

Kostenlose Beratung

Dafür ist die Beratung des IEC kostenlos, denn das Unternehmen wird von den Unis im Ausland bezahlt. Die Hürden für eine Bewerbung mit dem IEC sind zudem sehr niedrig. Die Unis wollen zwar einen Sprachnachweis, den man aber oft kostenlos machen kann. „Beim Großteil der Unis sind Noten sekundär“, sagt der IEC Studienberater Erik Mattusch. Im Gegensatz zum Erasmusprogramm können die Studenten auch außerhalb der EU studieren und es gibt keine limitierten Plätze. Beim IEC hat jeder Student auch einen direkten Ansprechpartner.

Ping Khoo von der Uni in Melbourne kam selbst für einen Auslandsaufenthalt nach Australien und blieb.

Ping Khoo von der Uni in Melbourne kam selbst für einen Auslandsaufenthalt nach Australien und blieb.

Eigentlich sollte man sich ein gutes halbes Jahr vor der geplanten Abreise mit dem IEC in Verbindung setzen, aber man kann sich auch kurzfristig bewerben. Interessierte können sich sogar noch für das kommende Wintersemester bewerben.

Und wer es dieses Mal nicht zum Stand des IEC geschafft hat, kann sich online informieren oder am 4. Juni von 11 bis 14 Uhr an die TU Dortmund kommen. Dann steht wieder ein Infostand vor der Mensa.