Weg mit dem Kater

Seinen Körper nach einer langen, alkoholreichen Nacht wieder in Schwung zu bringen, erfordert Disziplin und Schmerzresistenz. Denn: Ein Patentrezept zum Nüchtern werden gibt es nicht. Was es gibt, sind ein paar Tricks, wie man sich die allwöchentliche Krankheit erleichtern kann – mit einfachen bis aufwendigen Mitteln.

Rollmops

Rollmöpse sind salzig und eignen sich perfekt für ein Kater-Frühstück. Bild: Ferdi Stotz, flickr.de

 

Im Fachjargon spricht man von einer Alkoholintoxikation in Folge einer leichten Alkoholvergiftung. Hört sich dramatisch an, erleben die meisten Studenten jedoch regelmäßig. Dabei setzt das Enzymsystem Alkoholdehydrogenase ein, wodurch das Zwischenprodukt Acetaldehyd entsteht. Das ist neben anderen Stoffen für den Kater verantwortlich. Das Acetaldehyd wird in Essigsäure umgewandelt, welche durch die Leber in die Körperflüssigkeit gerät. Die Essigsäure wird wiederum zu Kohlendioxid und Wasser und das scheidet der Mensch automatisch aus.

Nicht nur Übelkeit und Kopfschmerzen sind häufige Symptome. Erhöhter Puls und wiederkehrende Schweißausbrüche können ebenfalls auftreten. Doch gerade an dem letzten Übel muss man nicht nur leiden – ihr könnt das Schwitzen nutzen.

Tipps zum Ausnüchtern

1. Viel trinken

Dieser Tipp ist wahrlich nicht innovativ. Stefan Weigt von der Unabhängigen Gesundheitsberatung erklärt, warum die Einnahme von Flüssigkeit so wichtig ist: „Durch die Zufuhr von Alkohol scheidet der Körper vermehrt Mineralien und Wasser über die Nieren aus. Das ist unter anderem ein Grund für die starken Kopfschmerzen am Morgen danach. Deswegen viel trinken. Damit nimmt man wieder Mineralstoffe zu sich.“ Ganz wichtig: Kaffee vermeiden. „Der pusht durch das Koffein nur auf“, sagt Weigt.

2. Sport treiben

Gegen die Vorliebe der meisten jungen Leute, den Katertag nur im Bett zu verbringen, zielt dieser Tipp an. Mit Bewegung kann der Alkohol zwar nicht schneller abgebaut werden, aber Sport bringt den Körper wieder in Fahrt- ob joggen, Fahrrad fahren oder eine Runde Fußball spielen. Bewegen hilft. Für die ganz Schwachen: Ein ausgedehnter Spaziergang tut’s auch. Am besten in Begleitung, falls das Schwindelgefühl zu groß wird.

3. In die Sauna gehen

Ebenso belebt ein Saunagang den menschlichen Körper enorm. Entspannt schwitzen ist angesagt, damit man sich von seinem Alkoholkonsum erholen kann.

4. Rollmops essen

Vorbeugung ist alles, sagt Stefan Weigt: „Am besten zu jedem Glas Wein oder nach jedem Bier die gleiche Menge Wasser trinken.“ Meistens lässt der Alkohol einen diesen Tipp schnell vergessen. Was dann? Der hausmütterliche Tipp, einen salzigen Hering oder Rollmops zu essen, ist gar nicht so hausmütterlich: „Auch andere salzige Getränke und Speisen wie eine heiße Brühe, eine Suppe oder ein Tomatensaft helfen, den Mineralstoffhaushalt wieder ins Lot zu bringen.“

5. Süß frühstücken

Der Medizin-Professor Manfred Singer hat in einem Interview mit der sonntaz gesagt, der niedrige Blutzucker sei für einen Kater verantwortlich. Dieser sinkt nämlich, wenn der Körper Alkohol zu sich nimmt. Also sei ein Frühstück mit süßen Zutaten gar nicht so verkehrt.

Schmerztabletten

Helfen immer: Schmerztabletten. Gesund ist das aber nicht. Bild: f-m-h, flickr.de

 

6. Schmerztablette nehmen

Wenn alle Kater-Stricke reißen und es einem einfach nicht besser geht: Die Kopfschmerztablette sorgt meist am schnellsten für Linderung. Aber, wie die Mütter immer sagen: Wer feiern kann, kann auch leiden.

 

 

 

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