Ermittlungen gegen Dortmunder KFZ-Zulassungsstelle

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Mann aus der KFZ-Zulassungsstelle der Bürgerdienste Dortmund im Fall von Korruption. Der Mann soll Fahrzeuge zugelassen haben, obwohl diese nicht den Voraussetzungen für den deutschen Straßenverkehr entsprochen hatten, so ein Sprecher der Stadt Dortmund.

Der Mitarbeiter war bereits in der vergangenen Woche festgenommen worden. Mittlerweile ist er gegen Meldeauflagen wieder auf freiem Fuß. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, habe der Mann die Tat bereits gestanden. Laut Medienberichten seien mehr als 200 Fälle bekannt, in denen es sich vor allem um US-amerikanische Importautos gehandelt habe. Er soll im Gegenzug für seine Tat Schmiergelder kassiert haben. Die Ermittlungen nach weiteren Fällen laufen.

Bei den Bürgerdiensten gab es Anfang des Jahres bereits einen weiteren Fall für die Staatsanwaltschaft: Mehrere Hundert Blanko-Dokumente für Ausweise waren verschwunden und konnten nicht zugeordnet werden. Gegen die Stadt Dortmund war daher wegen „Vorbereitung einer Fälschung von amtlichen Ausweisen“ ermittelt worden. Im Rahmen dieser Überprüfungen deckten die Ermittler im KFZ-Zulassungsbereich bereits erste Mängel auf. Ob diese für die Ermittlungen im Fall des Stadt-Mitarbeiters ausschlaggebend waren, ist noch unklar.