Muslimischer Fußballprofi verweigert Reporterin Handschlag

Der niederländische Fußballprofi Nacer Barazite verweigerte einer Reporterin den Händedruck – aus religiösen Gründen. Eine Zeitung riet ihm daraufhin, sich vom IS rekrutieren zu lassen. Bereits in der vergangenen Saison informierte der FC Utrecht Journalisten und Klubmitarbeiter darüber, dass die muslimischen Spieler ihren Glauben ausleben dürfen, solange dieser sportliche Abläufe nicht störe.

Der 25-jährige Barazite gab nach dem Spiel am vergangenen Sonntag gegen Twente Enschede (4:2) ein Interview für den Fernsehsender Fox, bei dem er der Reporterin den Handschlag verweigerte, ihrem männlichen Kollegen jedoch nicht. Daraufhin ging ein Aufruhr durch die sozialen Netzwerke. Johan Derksen, ehemaliger Chefredakteur des Fußball-Magazins „Voetbal International“ sagte in einer Fernseh-Talkshow: „Wenn er sich so benimmt, muss er sich für den IS rekrutieren lassen.“

Die Fox-Reporterin erklärte nun, sie habe die offizielle Mitteilung des Klubs aus der letzten Saison vergessen. Darin sagte der Verein, dass die beiden muslimischen Spieler Nacer Barazite und Yassin Ayoub auf einen Händedruck mit Frauen verzichten dürfen – aus religiösen Gründen. 

Die Familien der beiden Spieler stammen aus Marokko und vertreten den muslimischen Glauben. Auf Wunsch der niederländischen Profis gibt es auch einen Gebetsraum beim FC Utrecht. Zu den getroffenen Vereinbarung über das vereinsinterne Ausleben ihres Glaubens zählt auch, dass sie sich von der weiblichen Team-Physiotherapeutin behandeln lassen müssen.

 

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