Online-Tools für Wissenschaftler – und Studenten

Wissenschaftler nutzen, was praktisch ist  – und viele der Anwendungen sind auch für Studenten hilfreich. Beliebte Tools sind zum Beispiel soziale Business-Netzwerke, Dienste zur Literaturverwaltung oder zum Teilen und Bearbeiten von Inhalten im Internet. Eine Auswahl:

Soziale Business-Netzwerke

Researchgate und Academia.edu

Soziale Netzwerke wie Researchgate und Academia.edu richten sich an Forscher aus allen Disziplinen weltweit. Heute nutzen mehrere Millionen Wissenschaftler die Dienste der beiden Netzwerke. Zusätzlich zu den Funktionen klassischer Netzwerke können Wissenschaftler auf Researchgate und Academia.edu beispielsweise Publikationen zur Verfügung stellen und diskutieren.

Xing 

Xing ist ebenfalls ein beruflich orientiertes Netzwerk – richtet sich anders als Researchgate und Academia.eu aber nicht nur an Wissenschaftler, sondern an die breite Öffentlichkeit.

Content-Sharing

Dropbox

Der Cloud-Speicher-Dienst Dropbox wird von vielen Wissenschaftlern verwendet, um Zugriff auf Dateien von jedem Rechner weltweit zu ermöglichen. Vorsicht: Dateien in Dropbox-Konten werden auf Servern in den USA gespeichert. Deutsche Datenschutzgesetze verbieten es jedoch, dort personenbezogene Daten zu speichern. Das sind wissenschaftliche Daten allerdings oft. 

Slideshare

Ein weiterer, in Deutschland noch vergleichsweise unbekannter Dienst ist Slideshare. Nutzer können Präsentationen, PDFs, Videos, Web-Seminare und andere Dokumente tauschen und archivieren, öffentlich zugänglich oder wahlweise privat. Zugelassene Formate sind: PowerPoint, Keynote, PDF und Open Office.

Videokonferenz

Adobe Connect 

In vielen wissenschaftlichen Instituten ist es nicht erlaubt,  bekannte Videodienste wie Skype zu benutzen. Grund dafür sind in der Regel Datenschutzbedenken. Eine Alternative ist hier Adobe Connect. Für Studenten und Lehrende gibt es eine “Education”-Version mit Studierendenbescheinigung oder bei Bestellung mit der Uni-Mailadresse 65% günstiger. Das gilt auch für viele andere Programme von Adobe.

Website Deutsche Digitale Bibliothek

Wissenschaftliche Artikel und Kulturgut sind online öffentlich zugänglich in der Deutschen Digitalen Bibliothek

Online-Archive

Deutsche Digitale Bibliothek

Die Deutsche Digitale Bibliothek vernetzt 30.000 deutsche Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen und macht deren Inhalte auf einer großen Plattform öffentlich zugänglich. Hier können Kopien von Büchern, Werken der bildenden Kunst, Noten, Musik und Filme von jedem abgerufen werden. Die Einrichtung soll – im Wettbewerb zu Google und anderen Suchmaschinen – freien Zugang zu Kulturgut bieten.

Arxiv

Bei Arxiv.org findest Preprints aus den Bereichen Biologie, Physik, Mathe, Informatik und Statistik sowie den Finanzwissenschaften. Preprints sind Vorabdrucke von Artikeln in wissenschaftlichen Fachzeitschriften oder Fachbüchern. Wichtig: Preprints haben noch keine Begutachtungsverfahren durchlaufen, sind also durchaus mit Vorsicht zu genießen.

Literaturverwaltung

Mendeley und Zotero

Mit den Literaturverwaltungsprogramme Zotero und Mendeley lassen sich verschiedene Online- und Offline-Quellen verwalten, austauschen und zitieren, insbesondere von wissenschaftlichen Publikationen. Die Anwendungen helfen jeweils dabei, Artikel und andere Daten in einer eigenen Bibliothek abzulegen und bieten verschiedene Extras, die die Organisation und das Arbeiten mit den Daten erleichtern sollen: Das sind zum Beispiel sogenannte “Bookmarklets” oder Plugins, die beim Zitieren helfen.

Social-Bookmarking

Delicious 

Nutzer von Delicious legen online in Dokumenten Lesezeichen, so genannte “Bookmarks”, an und machen diese dann über Dienste wie Delicious auch für andere Nutzer zugänglich. So entsteht – getragen von verschiedenen Nutzern – eine Webdatenbank. Man spricht hier auch von einem Social-Bookmarking-Dienst. Bookmarks und Publikationen können zum Beispiel mit Schlagwörtern versehen werden, so sollen Informationen für andere User strukturiert zugänglich gemacht werden.

Online-Textbearbeitung

EtherPad

Mittlerweile sind etliche Web-Anwendungen auf dem Markt, mit deren Hilfe mehrere Personen gleichzeitig in Echtzeit Texte bearbeiten können. Ein Dienst ist EtherPad: Änderungen in den Texten werden sofort für alle Teilnehmer sichtbar und können farblich unterschieden werden. Außerdem können sich Nutzer während der Textbearbeitungen in einem Chat austauschen. Ähnliche Funktionen haben auch die Dienste Google Docs, Piratenpad und MoPad.

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