Shitstorm gegen den „Veggie Day“

Die Grünen fordern einen fleischlosen Tag pro Woche in öffentlichen Kantinen. So steht es seit Monaten in ihrem Wahlprogramm, ohne dass sich jemand darum geschert hätte. Erst ein Artikel in der Bild-Zeitung und auf bild.de lenkte die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Reformvorschlag der Grünen. Von den Regierungsparteien sowie der Linken ernteten sie heftige Kritik: Der „Veggie Day“ komme einer Bevormundung gleich. Auch viele Bürger meldeten sich via Twitter zu Wort – der Beginn eines Shitstorms.

Teaserbild: flickr.com/hn

2 Comments

  • Das ist dann wohl das, was man nicht nur in der Medienwelt als „Sommerloch“ bezeichnet. Themen, die sonst bestenfalls unter „Nebensächliches“ rubriziert würden, gelangen an die Oberfläche.- Nun zum Inhalt: einen fleischlosen Tag gab und gibt es zumindest vereinzelt noch auch innerhalb der christlichen Woche. Da war bzw. ist Freitag der Tag in der Woche, an dem sich des Verzehrs von Fleisch enthielt bzw. enthält. Zum einen mit Blick auf Karfreitag. Zum anderen mit Blick auf das anstehende Wochenende, an dem eh mehr als üblich und meist ohne zu verrichtende Arbeit (Kalorienverbrauch) gegessen wird. Diese Tradition hat sich bis in die Gegenwart erhalten. Es ist mitnichten etwas Neues, was die Bündnisgrünen proklamieren.- Interessant aber auch der „Shitstorm“. Zumindest der Teil, der „Bevormundung“ sieht. Politik ohne Bevormundung gibt es nicht. Denn schließlich mündet jedwede politische Tätigkeit letztendlich in Verordnungen und Gesetzen. Und was sind diese anderes als Bevormundungen?

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