Nordkorea testet Interkontinentalrakete

Das nordkoreanische Militär hat am Dienstag (4. Juli 2017) eine Interkontinentalrakete getestet. Laut Süddeutscher Zeitung schätzen Experten, dass die Reichweite der getesteten Rakete ausreiche, um den US-Bundesstaat Alaska zu treffen.

US-Außenminister Rex Tillerson bestätigte laut DPA, dass es sich tatsächlich um eine Interkontinentalrakete handele. Als Interkontinentalraketen gelten Raketen mit einer Reichweite von mehr als 5.500 Kilometern. Nordkorea selbst gibt an, dass die Rakete in 39 Minuten insgesamt 933 Kilometer weit geflogen sei: Von der nordkoreanischen Region Pyongan im Nordwesten des Landes bis ins Japanische Meer. Die USA haben für Mittwoch (5. Juli 2017) eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates beantragt und angekündigt, Nordkorea noch schärfer zu sanktionieren. „Der Test stellt eine neue Eskalation der Bedrohung für die Vereinigten Staaten, unsere Verbündeten und Partner, die Region und die Welt dar“, sagte Tillerson.

Nach Angaben der FAZ schossen die USA und Südkorea am Mittwoch (5. Juli 2017) ebenfalls Raketen von der Südkoreanischen Küste ins Meer. Das amerikanische Militär hat von einer Antwort auf Nordkoreas „destabilisierendes und ungesetzliches Verhalten“ gesprochen. Man reagiere mit einer Demonstration „präziser Feuerkraft“.

UN-Generalsekretär António Guterres sieht in dem Test eine „gefährliche Eskalation“. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bezeichnet den Raketentest als „Geschenk“ an die Vereinigten Staaten zu deren Unabhängigkeitstag. „Das langwierige Kräftemessen mit den US-Imperialisten hat seine Endphase erreicht“, sagte er.

1 Comment

  • Es handelt sich niemals um eine Interkontinentalrakete!
    Es kann sich bei der neusten raketentechnischen Kreation Nordkoreas niemals um eine Interkontinentalrakete handeln! Denn die Rekonstruktion des Hauptparameters „Anfangsgeschwindigkeit vo“ bzw. „Bahngeschwindigkeit vB“ der Rakete auf der Basis der vorgegebenen Parametern in den diversen Medien deuten eher darauf hin, dass es sich bei dem besagten Projektil um eine ballistische einstufige operativ-taktische Rakete mit schätzungsweise einer maximalen Reichweite von knapp über 1000 km handelt. Wenn die Rakete eine Reichweite von knapp über 900 km hatte und die rekonstruierte parabelförmige Flugbahn von ca. 6000 km innerhalb von ca. 40 Minuten zurücklegte, dann beträgt die durchschnittliche Bahngeschwindigkeit approximiert vB=6000 km: 2/3 h, also 9000 km/h. Dies sich rund 2500 m/s=2,5 km/s! Nach dieser Abschätzung mit einer Bahngeschwindigkeit von 2,5 km/s hätte diese Rakete ihre maximale Reichweite ausgereizt! Denn nach einer ballistischen Schusstabelle von Wolff (Raketen und Raketenballistik, Deutscher Militärverlag Berlin, 1966, Seite 277 Tabelle 8.1, Spalte 2) wird mit dieser Geschwindigkeit knapp 900 km an Reichweite erzielt. Mit einer anderen Berechnungsmethode kommt man auf ca. 3400 m/s=3,4 km/s bei einem Abschusswinkel von θ=86o (y=0,015 x²+3800 km–> y`=0,03 > θ=86o) s=v²*2 sin θ*cos θ :g → v≈ √s*g:2*sin θ* cos*θ= √1.000.000 m*10 m/s²: 0,14 m²/s²≈ 8,4 km/s). Davon müssen noch 600 m/s für die Gravitation und 2400 m/s für den Luftwiderstand abgezogen werden. Macht Summa Summarum 5,4 km/s. Um die USA über den 40. Breitengrad (rund 10.000 km) oder über den 120. Längengrad (ebenfalls ca. 10.000 km) erreichen zu können, müsste die Brennschlussgeschwindigkeit vB über 7 km/s betragen (siehe Wolff, 1966, Tabelle 8.1, Spalte 7 auf Seite 277). Gesetzt den Fall, dass die Rakete eine Reichweite von 6700 km gehabt hätte, dann wäre hierzu eine Anfangsgeschwindigkeit vo von über 6 km/s erforderlich (Spalte 5 in der besagten Tabelle von Wolff), die sie aber niemals erzielen konnte. Anderseits: Auch mit dieser Rakete könnte die USA niemals erreicht werden! Bereits die gezeigte Lafette mit der Rakete im Bild des Artikels in den Medien ist ein Indiz dafür, dass es sich um eine ballistische, einstufige operativ-taktische Rakete handeln muss! Und dies spricht wiederum dafür, dass diese Rakete bei einer Brennschlussgeschwindigkeit vB von maximal 4 km/s bis 5 km/s hatte und damit nur eine maximal Reichweite von 1700 bis 3100 km erzielbar gewesen wäre (siehe Wolff, Raketen und Raketenballistik, Deutscher Militärverlag Berlin, 1966, Seite 277 Tabelle 8.1. Spalten 3 und 4). Eine weitere Abschätzung der Anfangsgeschwindigkeit vo bzw. der Bahngeschwindigkeit vB kann über die Raketengrundgleichung vB=ve*ln (Mo:ML) erfolgen. Nimmt man einmal eine relativ hohe Konstruktionsgüte an, wobei das Verhältnis von Startmasse Mo und der Leermasse Ml 4 betragen soll und die effektive Ausströmgeschwindigkeit ve bei ve=2800 m/s liegen soll (Treibstoffkombination: UDMH- unsymmetrisches Dimethylhydrazin+N2O4 – Stickstofftetroxid bzw. HNO3-Salpetersäure mit je 2800 m/s), dann kommt man bei einer einstufigen ballistischen Rakete auf vB=2800 m/s ln 4 = 2800 m/s*1,4 ≈3900 m/s. Davon muss man noch einen Betrag rund 600 m/s für den Verlust durch die Erdgravitation (v=10 m/s²*60 s= 600 m/s) und genau so viel für den Verlust durch den Luftwiderstand abziehen. Daraus resultieren rund 2700 m/s. Bei einer zweistufigen Rakete wären dann 5400 m/s zu bilanzieren. Auch die Geschwindigkeit reicht bei weitem nicht dazu aus, die USA zu treffen. In anderen Medien wird bereits postuliert, dass Europa in Gefahr sei! Hier wird wieder so richtige Propaganda mit enormem Dummenfang betrieben und der Weltfrieden mit Fake-News aufs Spiel gesetzt! Wer hatte denn eigentlich den Irak, Afghanistan und andere Staaten in den letzten 26 Jahren überfallen? Nordkorea oder die USA gemeinsam mit der Wertegemeinschaft des Westens, im Rahmen der Koalition der „Willigen“? Es ist doch wohl mehr als legitim, dass Nordkorea sich gegen die USA verteidigt, zumal Nordkorea nach der Definition des ehemaligen US-Präsidenten Bush zur Achsen des Bösen zählt! Wahrscheinlich werden aber nicht die Vernunft und der gesunde Menschenverstand siegen, sondern die Unvernunft und die Irrationalität wird sich Bahn brechen!
    Die koreanische Rakete konnte niemals eine Gipfelhöhe von 3800 km erreicht haben!
    Wie diverse Medien erst kürzlich berichteten, soll die neueste koreanische Rakete eine Gipfelhöhe von 3800 km erreicht. Die koreanische Rakete konnte niemals eine Gipfelhöhe von 3800 km erreicht haben, weil die Rekonstruktion und Berechnung der Parameter der Rakete ist einfach nicht zulässt! Denn, wenn man die Anfangsgeschwindigkeit vo nach der Formel
    Vo=√ (2*h*g): [(1- h*ς*A*cw):3m]
    berechnet, dann ergibt sich ein Wert von
    √ 2*3.800.000*10 m²/s² : [(3.800.000 m*0,27 kg/m³*4 m²*0,2):60000]≈ 2517 i m/s.
    Dies ist eine imaginäre Zahl (2517 i) und damit liegt unzweifelhaft der Beweis vor, dass die Gipfelhöhe von 3800 km niemals von dieser Rakete erzielt werden konnte. Die maximale Gipfelhöhe, die diese Rakete erzielen konnte, wären ca. 200 km. Damit könnte die Rakete maximal eine Anfangsgeschwindigkeit vo von
    vo=√ 2*200.000*10 m²/s² : [(200.000 m*0,27 kg/m³*4 m²*0,2):60000]≈ 2580 m/s
    erzielen. Die Reichweite hätte dann maximal bei 830 km gelegen! (siehe Wolff, 1967, Seite 277, Tabelle 8.1., Spalte 2). Die berechtigte Frage lautet nun, wer solch einen kapitalen Blödsinn, dass die Koreaner eine Interkontinentalrakete starteten, in die Welt gesetzt hat? Gibt es keinen Wissenschaftsjournalisten, der diesen Schwachsinn auf Sachlichkeit/auf das Faktische hin überprüfen konnte. Soll die Menschheit aufgrund von Inkompetenz zugrunde gehen? Wer ist eigentlich nach dem Duktus der Amis, wenn die Achse des Bösen inklusiv Nordkorea platt gemacht wurde, dann dran? Hat Nordkorea 150 Länder in der Welt besetzt, oder die USA?
    Siegfried Marquardt, Königs Wusterhausen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.