Das musst du über die Eishockey-WM wissen

Alle Augen auf die Eisfläche! Vom 5. bis zum 21. Mai findet die 81. Eishockey-Weltmeisterschaft in Frankreich und Deutschland statt – quasi direkt vor der Haustür. Wir haben die wichtigsten Infos für euch zusammengestellt.

Austragungsorte
Anders als bei anderen Sportevents wird lediglich in zwei Stadien gespielt: In der Pariser AccorHotels Arena (14.500 Zuschauer) und in der Kölner Lanxess Arena (18.000 Zuschauer). Alle deutschen Partien und das Finale am 21. Mai finden definitiv in Köln statt.
Wer ist dabei?

Modus
Bei der Weltmeisterschaft werden die 16 Teams in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Top Vier der beiden Gruppen schaffen es ins Viertelfinale. Dort geht es im „Cross-Over-System“ weiter. Bedeutet: Der Erstplatzierte aus Gruppe A, spielt gegen den Viertplatzierten aus Gruppe B und der Zweitplatzierte gegen den Drittplatzierten. Der Gewinner erreicht dann das Halbfinale.
Favoriten?

Wer steht am Ende ganz oben auf dem Siegertreppchen?

Aller guten Dinge sind drei. So könnte es dieses Mal für die Kanadier heißen. Die Nordamerikaner konnten sowohl 2015, als auch 2016 Weltmeister werden. Auch in diesem Jahr ist die Heimat des Eishockeys Topfavorit. Der Kader ist voll mit NHL-Stars.

Ebenfalls zu den großen Favoriten zählen Russland, Schweden und Finnland. Die USA und Tschechien werden als mögliche Geheimtipps gehandelt. Für alle Teams gilt: Da parallel die NHL-Playoffs laufen, muss abgewertet werden, welche Spieler ihre Teams noch verstärken können.

Chancen der Deutschen?
Deutschland steht aktuell auf Platz 10 der Weltrangliste. Bei der letzten WM war im Viertelfinale gegen Russland Schluss. Auch in diesem Jahr soll es für die Mannschaft von Trainer Marco Sturm mindestens in die Runde der letzten Acht gehen. Dafür müssen im eigenen Land jedoch Siege gegen die Slowakei, Dänemark, Italien und Lettland her. Gegen die Topfavoriten Kanada oder Russland gliche dies dagegen einem kleinem Wunder.
Der deutsche Kader: Wer ist dabei? Wer fehlt?

Im Vergleich zum Turnier im vergangenem Jahr hat sich der Kader stark verändert. Zehn Neulinge stehen im vorläufigen 27-köpfigen Kader. Aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) stehen vor allem Spieler von Meister EHC München, Adler Mannheim und den Kölner Haien im Kader.

Deutsche Hoffnungsträger sind defintiv die NHL-Profis Thomas Greiss und Dennis Seidenberg von den New York Islanders sowie Tobias Rieder von den Arizona Coyotes. Kapitän Christian Ehrhoff von den Kölner Haien hat ebenfalls NHL-Erfahrung.

NHL-Profi Dennis Seidenberg Photocredit: Flickr/slidingsideways lizensiert nach Creative Commons

Abhängig davon, wie die NHL-Playoffs laufen, werden im Laufe des Turniers weitere Spieler zum Team stoßen. Mögliche Verstärkungen wären Leon Draisaitl (Edmonton Oilers), Korbinian Holzer (Anaheim Ducks), Philipp Grubauer (Washington Capitals) oder Tom Kühnhackl (Pittsburgh Penguins). Die Teams der Deutschen stehen sich derzeit in den Playoffs gegenüber, so dass zwei der vier sicher noch zum Team stoßen werden.

Der vorläufige Kader

  • Tor: Danny aus den Birken (32 Jahre/EHC München), Felix Brückmann (26 Jahre/Grizzlys Wolfsburg), Thomas Greiss (31 Jahre/New York Islanders)
  • Abwehr: Konrad Abeltshauser (24 Jahre/EHC München), Sinan Akdag (27 Jahre/Adler Mannheim), Christian Ehrhoff (34 Jahre/Kölner Haie), Frank Hördler (32 Jahre/Eisbären Berlin), Justin Krueger (30 Jahre/SC Bern), Moritz Müller (30 Jahre/Kölner Haie), Denis Reul (27 Jahre/Adler Mannhein), Dennis Seidenberg (35 Jahre/New York Islanders)
  • Angriff: Yasin Ehliz (24 Jahre/Nürnberg Ice Tigers), Gerrit Fauser (27 Jahre/Grizzlys Wolfsburg), Philip Gogulla (29 Jahre/Kölner Haie), Patrick Hager (28 Jahre/Kölner Haie), Dominik Kahun (21 Jahre/EHC München), Marcus Kink (32 Jahre/Adler Mannheim), Brooks Macek (24 Jahre/EHC München), Matthias Plachta (25 Jahre/Adler Mannhein), Patrick Reimer (24 Jahre/Nürnberg Ice Tigers), Tobias Rieder (24 Jahre/Arizona Coyotes), Felix Schütz (29 Jahre/Rögle BK), Yannic Seidenberg (33 Jahre/EHC München), Frederik Tiffels (21 Jahre/Western Michigan University), David Wolf (27 Jahre/Adler Mannheim)
Maskottchen und WM-Botschafter?
Die offiziellen Maskottchen der Eishockey-WM haben zwar wenig mit dem Sport zu tun, sind aber auch so echte Stars: Die beiden Gallier Asterix und Obelix kennt schließlich jedes Kind!

Bei der WM wird das Duo mit Sicherheit das Highlight des Unterhaltungsprogramms sein. Und vielleicht hat Druide Miraculix ja noch etwas Zaubertrank für das deutsche Team übrig.

Nicht nur die beiden Maskottchen sind echte Kracher, auch die offiziellen WM-Botschafter sind vielerorts bekannt. Prominentester Botschafter: Urkölner Lukas Podolski. Der ehemalige Nationalspieler ist stolz seine Heimatstadt zu repräsentieren.

Weitere Botschafter sind der 1. FC Köln-Torhüter Timo Horn, Tennisstar Angelique Kerber, Skirennläufer Felix Neureuther, Ex-Eishockey-Profi Sven „Felle“ Felski, Paris Saint-German-Fußballer Lucas Moura und Cascada-Sängerin Natalie Holler, die den Titelsong der WM singt.

 

Zum reinhören: Der offizielle WM-Song

WM in Deutschland
Nach 1930, 1936, 1955, 1975, 1983, 1993, 2001 und 2010 ist es bereits die neunte Heim-WM für Deutschland. Gerne darf diese so erfolgreich laufen, wie 2010. Damals schaffte es das deutsche Team unter die ersten Vier.
Tickets
Die Tickets für die deutschen Gruppenspiele sind fast ausverkauft, doch für die restlichen Partien gibt es noch Karten. Studenten bekommen sogar ermäßigten Einlass. Tickets für die Gruppenspiele gibt’s so ab 16 €. Für das Finale muss man dagegen etwas mehr Geld hinblättern, hier kosten die billigsten Tickets derzeit 120 €.
Übertragung
Der Sender Sport1 überträgt das gesamte Turnier live.

Teaser- und Titelbild: Flickr/ThomasSchlosser, lizenziert nach Creative Commons. Grafiken: Nina Louwen, Thorben Langwald, erstellt mit canva.