TU: Schülercampus „Mehr Migranten werden Lehrer“

Vom 3. bis 6. Mai veranstaltet die Technische Universität Dortmund einen Schülercampus zum Thema der Zukunft von Migranten in Lehrberufen. Die viertägige Veranstaltung rund um das Lehramtsstudium und den Lehrberuf richtet sich an Oberstufenschülerinnen und -schüler mit Zuwanderungsgeschichte aus Nordrhein-Westfalen. Es ist der vierte Schülercampus in Nordrhein-Westfalen.

Der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund liegt in manchen Schulen bei 60 Prozent, in einigen Großstadtklassen bei 90 Prozent. Jedoch lediglich zwei Prozent der Lehrkräfte haben eine Zuwanderungsgeschichte. Um dieser Vielfalt im Klassenzimmer adäquat gerecht zu werden, bedarf es bundesweit mehr Lehrkräften mit Migrationshintergrund, als Vorbilder wie als Vertrauenspersonen.

Der Schülercampus bietet rund 30 Oberstufenschülern Einblicke in das Lehramtsstudium und den Lehrerberuf. Workshops und Gesprächen mit Professoren, Studierenden und Lehrern mit und ohne Zuwanderungsgeschichte informieren die Schüler. Fragen rund um Studium, Chancen, Qualifikationen und Berufsalltag von Lehrern sollen thematisiert werden. Einen ersten Eindruck in die Lehrerrolle sollen Teilnehmer bei der Etwicklung und Durchführung eigener kleiner Unterrichtsprojekte ermöglichen.

Der Schülercampus in Dortmund ist eine Initiative der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius in Kooperation mit der Technischen Universität Dortmund, dem Dortmunder Kompetenzzentrum für Lehrerbildung und Lehr-/Lernforschung, dem Projekt „Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte“ und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Förderer sind die Gemeinnützige Hertie-Stiftung und die Sir Peter Ustinov Stiftung.

Weitere Informationen und Anmeldungen gibt es beim Dortmunder Kompetenzzentrum für Lehrerbildung und Lehr-/Lernforschung.

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