BAföG auch nach Regelstudienzeit gefordert

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind eindeutig: Im Jahr 2012 schafften es nur 39,9 Prozent aller Studierenden, ihr Studium innerhalb der Regelzeit zu absolvieren. Die Überschreitung der Regelstudienzeit führt jedoch zum Verlust des BAföG-Anspruchs und bringt somit viele junge Leute in die Bredouille. Der freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fsz) e.V. fordert nun, die Regelzeit als Sanktionsmittel abzuschaffen. 

Berlin. Wenn die Regelstudienzeit gar nicht die Regel ist, sondern eher die Ausnahme bildet, setzt das einige Studenten enorm unter Druck. Viele sind auf BAföG-Zahlungen angewiesen. Diese Zahlungen werden allerdings sofort gestoppt, sobald die vorgesehene Regelstudienzeit überschritten wird. Im Jahr 2012 schafften aber nur knapp 39,9 Prozent ihren Abschluss nach Plan. 

Deshalb fordert Jan Cloppenburg, Vorstand im fsz, in einer Pressemitteilung eine neue Regelung: „Ein Zeitraum, in dem nur 40 Prozent fertig werden, ist nicht die Regel- sondern vielmehr ein Ausnahmestudienzeit. Die maximale Förderdauer des Bafög muss dringend von der Regelstudienzeit losgelöst werden, weil Studierende sonst gegen Ende ihres Studiums unverschuldet in finanzielle Notlage geraten.“ Seine Lösung: Der Lehrplan solle entschlackt und von Überschneidungen befreit werden, damit so Planungssicherheit für den Studienverlauf bestehe.

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