Karneval-Tipps fürs Ruhrgebiet

In wenigen Stunden sind auch im Ruhrgebiet die Jecken los. Doch was zieh ich an? Und darf man in der fünften Jahreszeit wirklich alles tragen? Wir haben für euch das Wichtigste rund um das Thema Karneval zusammengefasst und Tipps aus der Karnevalshochburg Köln mitgebracht.

Blick von oben: Im "Deiers" in Köln gibt es Karnevalskostüme so weit das Auge reicht. Fotos: Mareike Fangmann / Teaserbild: Bernd Kasper / Pixelio.

Blick von oben: Im "Deiters" in Köln gibt es Karnevalskostüme so weit das Auge reicht. Fotos: Mareike Fangmann / Teaserbild: Bernd Kasper/pixelio.de.

Und zwar direkt aus dem Paradies für Hobby-Jecken: dem „Deiters“ am Heumarkt in Köln. Wenn man dort hineingeht, wird man sofort an jeder Ecke von Clowns angegrinst. Der zweite Blick gilt den Massen an quietschbunten Kostümen, die in allen denkbaren Farben zu haben sind: von Schweinchen-Rosa über Neongrün bis hin zu knalligem Gelb. Auf ca. 2000 m² haben Karneval-Fans die Qual der Wahl aus zahlreichen Kostümen, Perücken und Accessoires.

Bei der riesigen Auswahl fällt es vielen Karneval-Fans, sich für ein Kostüm zu entscheiden.

Bei der riesigen Auswahl fällt es vielen Karneval-Fans schwer, sich für ein Kostüm zu entscheiden.

Der Trend 2013: „das ‚Fastelovend em Blot‘-Mottokostüm“, sagt Lukas Wachten, Deiters-Sprecher und Karneval-Experte. In rot-weiß-gestreiftem Design kommt es jedoch überraschend schlicht daher. Grundlage des Outfits ist eine Latzhose mit aneinandergereihten „Schnipseln“, die nach unten herab hängen. Ebenfalls total angesagt seien in der Domstadt Fanklamotten der Kölner Band „Brings“, die nur im Deiters zu haben sind. Doch auch für Ruhrgebiets-Jecken hat Wachten einige Tipps parat.

Für alle, die spontan nach Köln fahren wollen, um aus dem Not-Kostüm noch schnell etwas herauszuholen, ist eine günstige Alternative, das Outfit mit ausgefallenen Accessoires aufzupeppen. „Das zieht immer“, bestätigt der Experte. Einfach eine der auffälligen Masken auf und fertig. „Die meisten Leute aus dem Ruhrgebiet kommen rein und bleiben mit offenem Mund im Eingang stehen. Und so gut wie keiner geht mit leeren Händen.“

Wer zurzeit in Karnevalstimmung ist, aber nicht unbedingt so weit fahren will, für den bietet auch das Ruhrgebiet einige Anlaufstellen – wenn auch nicht so riesig wie in Köln:

Aber auch für Kurzentschlossene, denen Zeit und Geld fehlt, noch ein Kostüm zu besorgen, hat der Deiters-Sprecher einen Rat: „Jeder hat doch sicherlich etwas Hässliches im Kleiderschrank. Hauptsache bunt und verrückt. Und mit ein paar Details kann man es immer noch ein bisschen hässlicher machen. Eine Sonnenbrille oder so“, sagt Wachten grinsend.

Eines sollte das Outfit aber auf jeden Fall sein: so bunt wie möglich.

Eines sollte das Outfit aber auf jeden Fall sein: so bunt wie möglich.

Für den männlichen Jecken gibt es eine spezielle Empfehlung: Cool sollte das Kostüm sein. Beliebt seien zum Beispiel noch immer Security- oder Piraten-Outfits a lá Fluch der Karibik. Frau hingegen setze lieber auf den sexy Polizistinnen-Look. Viele würden aber auch noch süße Märchen-Kostüme kaufen, stellt Wachten fest.

Und diese Outfits kann man dann auch im Ruhrgebiet testen. Denn nicht nur in Köln sind die Jecken los. Eine Auswahl gibt’s hier:

Diejenigen, die es schick wollen, müssen aber auch bereit sein, dafür tief in die Tasche zu greifen: „Ein guter, abgerundeter Karnevalslook kostet in etwa 200 Euro. Die Bandbreite ist groß. Eine simple Clowns-Latzhose gibt es auch schon ab 8 Euro“, erzählt der Experte. „Aber wir haben hier alles. Für Kinder, Senioren, Arbeitslose oder Millionäre. Schließlich feiert hier jeder Karneval.“

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