Nobelpreis wird posthum verliehen

Schweden/Kanada. Immunforscher Ralph M. Steinman wurde am Montag der Medizin-Nobelpreis verliehen. Zum ersten Mal seit 50 Jahren wurde der Preis posthum verliehen.

Die schwedische Jury wusste zum Zeitpunkt der Ernennung noch nichts vom Tod des kranken Kanadiers. Bei diesem war vor vier Jahren Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert worden. Am 30. September starb der 68-jährige, drei Tage vor seiner Auszeichnung. Laut Statuten darf der Nobelpreis eigentlich nicht posthum verliehen werden, doch dieses Verbot bezieht sich nur auf eine bewusste Auswahl.

Zusammen mit Ralph Steinman erhalten der Franzose Jules A. Hoffmann und der US-Forscher Bruce A. Beutler den Medizin-Nobelpreis für ihre Arbeiten an der Immunabwehr, welche für die Entwicklung zu neuen Impfstoffen und Krebstherapien von großer Bedeutung waren.

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