Musik, internationales Essen und ein Schlauchboot

Normalerweise laufen die TU-Studenten schnellen Schrittes über die grauen Betonwege von Gebäude zu Gebäude. Einmal im Jahr bleiben sie aber genau dort stehen. Um Musik zu lauschen, sich an Essens- und Getränkeständen verwöhnen zu lassen oder ungewöhnliche Spiele auszuprobieren. Beim diesjährigen Sommerfest der TU Dortmund am Donnerstag blieben tausende Studenten auch nach den Vorlesungen auf dem Campus. Bestes Sommerwetter sorgte für beste Stimmung.

Auf der Mensabrücke wurde es eng beim Sommerfest. An den Ständen erwartete die Besucher Essen aus den unterschiedlichsten Ländern. Fotos: Tobias

Auf der Mensabrücke wurde es eng beim Sommerfest. An den Ständen erwartete die Besucher Essen aus verschiedenen Ländern. Fotos: Tobias Lawatzki

Ganz entspannt geht es auf dem Martin-Schmeißer-Platz zu. Im flachen Wasser des Brunnens schwimmt ein kleines, blaues Schlauchtboot. Darin sitzen drei Studenten, die sichtlich gelassen von unten auf das Geschehen blicken. Um sie herum laufen Kinder durch die sprudelnde Fontäne. Von der Bühne kommen die Gitarrenklänge der Band herüber, die gerade spielt. „Wir haben hier doch den perfekten Ort gefunden“, sagt E-Technik Student Aaron aus dem Boot. „Wir hören die Musik und können uns ein bisschen abkühlen.“

Mit Uni-Alltag hatten die vielen Aktionen beim Sommerfest nicht viel zu tun. Eine Slackline gespannt vor der Food Fakultät, Chemiker, die mit Stickstoff Eis herstellen, ein Formel1-Auto zum Probe sitzen oder ein Basketballkorb fürs Streetball-Turnier, sieht man wohl nur beim Sommerfest. Überall ist es voll, die Studenten drängen sich durch schmale Wege. An den begehrten Cocktail-Ständen bilden sich lange Schlangen.

Das Wetter hat viele auf den Campus gezogen. Hätte es nicht besten Sonnenschein gegeben, wären Logistik-Studentin Elena und Raumplanerin Charlotte wahrscheinlich gar nicht gekommen. Obwohl das TU-Sommerfest schon zum vierten Mal stattfand, war es das erste für die beiden. „Uns gefällt alles gut“, sind sie sich einig. Den Hunger gestillt haben sie mit indonesischem Essen. Auf der Mensabrücke verwöhnten Studenten aus verschiedenen Ländern mit Speisen aus ihrer Heimat.

Auf den Bühnen am Martin-Schmeißer-Platz und vor dem EF50-Gebäude bekamen Studenten-Bands die Möglichkeit ihre Musik vor einem größeren Publikum zu präsentieren. Zu einer großen Bühne wurde auch das Audimax: Am Abend spielte hier das Studentenorchester die Titelmusik bekannter Filme.

Wer seine Büchersammlung erneuern wollte, hatte dazu die Möglichkeit vor der Bibliothek. Ein mitgebrachtes Buch konnte gegen eins aus der Sammlung der Bibliothek getauscht werden.

Das Programm des Sommerfest hatte nicht nur für die Studenten einiges zu bieten: Vor allem Kinder waren eine zweite Zielgruppe. Auf einer Rollenrutsche oder am Feuerwehrschlauch konnten sie sich austoben. Und wurde ihnen dann beim Sommerwetter zu heiß, gab es ja zum Glück den Brunnen am Martin-Schmeißer-Platz. Neben dem Schlauchboot hatten sie noch genügend Platz zum Abkühlen.

 

 

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