Starke Beeinträchtigungen im Bahnverkehr wegen Streik

Die Lokführergewerkschaft (GDL) hat für Dienstag, 5. Mai, bis Sonntag, 10. Mai, den nächsten Streik angekündigt. Die Bahn rechnet mit „starken Beeinträchtigungen“ des Bahnverkehrs – mindestens ein Drittel aller Züge im Nah- und Fernverkehr soll jedoch fahren.

Um 2 Uhr morgens beginnt der GDL-Streik am Dienstag. „Wir arbeiten derzeit am Ersatzfahrplan, noch ist nicht sicher, wie viele Lokführer überhaupt streiken werden“, so ein Pressesprecher der Bahn AG. Der Ersatzfahrplan kann auf der Internetseite der Deutschen Bahn eingesehen werden.

Hauptpunkte des Konflikts

Dieser Streik ist der bisher längste und bereits der achte Streik im Tarifkonflikt. Nachdem die GDL am Donnerstag das neue Tarifangebot der Deutschen Bahn abgelehnt hatte, kündigte die Führung der Gewerkschaft weitere Streiks an. Inhalt des Angebots war eine Lohnerhöhung von insgesamt 4,7 Prozent ab dem 1. Juli in zwei Stufen, sowie eine Einmalzahlung von 1000 Euro. Die GDL besteht aber weiterhin auf eine Lohnerhöhung von 5 Prozent und einer Stunde weniger Arbeitszeit pro Woche für die Beschäftigten. 

Hauptproblem des Konflikts ist jedoch der Konkurrenzkampf zwischen der GDL und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) – beide Gewerkschaften vertreten zum Teil die selben Berufsgruppen. Für die Bahn bedeutet das die Auseinandersetzung mit gleich zwei Gegenspielern.

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