Chaos bei Vergabe der Studienplätze

Wie ein noch unveröffentlichter Bericht zeige, haben sich die Probleme bei der Studienplatzvergabe an den Hochschulen auch im Wintersemester 2009/2010 wiederholt, so berichtet spiegelonline. Viele der jungen Bewerber erhielten gar keinen Studienplatz oder erst viel zu spät nach Vorlesungsbeginng – und das, obwohl gleichzeitig viele Plätze unbesetzt blieben. Der Bericht der Landeskultusminister an das Bundesbildungsministerium zeige, dass vier Wochen nach Beginn des Wintersemesters noch rund 18.000 Studienplätze in den örtlich zulassungsbeschränkten Studienfächern frei waren. An einzelnen Universitäten seien bis zu acht Nachrückverfahren erforderlich gewesen, so spiegelonline. Hintergrund dieses Problems sei, dass sich viele Bewerber parallel für mehrere Studienplätze bewerben.

Ein weiterer Grund sei unter anderem die Lähmung der ZVS. Diese kümmerte sich bis 2003 darum, die Studienbewerber in die zulassungsbeschränkten Studienfächer an den Hochschulen zu verteilen. Mittlerweile ist sie nur noch für die Vergabe der Studienplätze in Medizin und Pharmazie zuständig. Die Vergabe aller anderen Studienplätze wird von den Hochschulen weitestgehend selbst geregelt. Da dies offensichtlich nicht so funktioniert wie geplant, soll ab frühestens Herbst 2011 ein computergesteuertes „dialogorientiertes Serviceverfahren“ Abhilfe schaffen.

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