Wissen für den Weihnachtsmarkt

Sage und schreibe 26 große Weihnachtsmärkte gibt’s im Revier – von Moers im Westen bis Hamm im Osten. Unterschiede gibt’s kaum: Alle sind voll, überall gibt’s Glühwein. Ein paar Dinge sollte man trotzdem wissen – auch als Weihnachtsmarkt-Muffel.

1. Die perfekte Glühwein-Grundlage

Endlich wieder Glühwein – aber davon hab ich ja nichts, wenn ich nach zwei Tassen schon unter’m Tannenbaum liege! Altbewährtes Rezept: Eine ordentliche Grundlage! Da hilft fettiges Essen – sagt man. Was ist dran? Tatsächlich verträgt man nicht mehr, wenn man vorher ordentlich fettig isst. Aber: Der Alkohol braucht länger, um zu wirken – denn das Fett verlangsamt den Weg vom Magen ins Blut. Man erreicht den gleichen Pegel, aber es dauert einfach länger!

Riecht gut, schmeckt gut: Glühwein. Foto: Wolfgang Dirscherl / pixelio.de - Teaserfoto: Jens Bredehorn / pixelio.de

Riecht gut, schmeckt gut: Glühwein. Foto: Wolfgang Dirscherl / pixelio.de - Teaserfoto: Jens Bredehorn / pixelio.de

Wer was vom Glühwein haben will, dem empfehlen sich also Fettbomben wie der Reibekuchen – gebacken in bis zu 10 Liter Rapsöl, also fast reinem Fett – und die Champignon-Pfanne, die vor allem mit ihren fettigen Saucen reinhaut. Spitzenreiter ist aber der Klassiker – die Bratwurst: Bei einem Normalgewicht von 100 Gramm enthält die Kalbswurst 35, die Schweinswurst sogar 38 Gramm Fett – also über ein Drittel pures Fett.

2. Der schnellste Weg durch die Menschenmenge

Die Märkte sind brechend voll, Durchkommen ist Nervensache. Zumal Wissenschaftler der Uni Cardiff Bahnbrechendes erforscht haben: Betrunkene machen eine Masse tatsächlich noch langsamer! Wie also kommt man am schnellsten durch die Meute Glühwein-süppelnder Weihnachtsengel-Käufer?

Am wichtigsten ist: Selbstbewusstsein! Wer aufrecht geht und seinem Gegenüber in die Augen schaut, kommt schneller voran – sagen Verhaltensforscher. Deshalb am besten auch gegen den Strom laufen und keine Angst vor kleinen Remplern haben. Aber Vorsicht: Frontalkontakt ist hinderlich.

Selbstbewusst gegen den Strom laufen - so kommt man am schnellsten durch die träge Menschenmasse auf dem Weihnachtsmarkt. Foto: sven@e7o.de  / pixelio.de

Selbstbewusst gegen den Strom laufen - so kommt man am schnellsten durch die träge Menschenmasse auf dem Weihnachtsmarkt. Foto: sven@e7o.de / pixelio.de

Beste Technik: Seitlich laufen, um die geringste Oberfläche zu bieten. Aber nur wer flexibel in Tempo und Moves bleibt, kommt wirklich flott voran.

3. Trickdiebe austricksen

Für Taschendiebe ist jetzt schon Weihnachten – als vergnügter Marktbummler ist man ein willkommenes Ziel. Zehntausende Fälle notiert die Polizei jedes Jahr. Dabei ist es doch so einfach, die Taschendiebe auszutricksen: Portemonnaie niemals in die Gesäßtasche und Vorsicht, wenn man mit Senf bekleckert wird – es könnte eine Masche sein.

Und auch wenn die geringe Aufklärungsquote nervt: Jeden Diebstahl anzeigen, denn mit etwas Glück taucht die Beute an den ungewöhnlichsten Orten wieder auf. Alternativ das Geld schnellstmöglich in Glühwein investieren. Wo nichts ist, kann auch nichts geklaut werden.