UDE: Machen Wahlen noch Sinn?

Duisburg-Essen. Politische Wahlen sind nicht wirklich gerechter als ein Losverfahren. Dieses Ergebnis einer Studie internationaler Politikwissenschaftler ist in einer neuen Publikation der NRW School of Governance der Universität Duisburg-Essen (UDE) nachzulesen.

Die Wissenschaftler haben in ihrer Untersuchung das Verhalten von Wählern und Nicht-Wählern analysiert und für ihre Auswertungen die politischen Prozesse in verschiedenen Ländern der Welt, sowie in der Geschichte betrachtet. Das Ergebnis: Lose zu ziehen ist in etwa so fair, wie unsere Bundestagswahl. Würde in diesem Jahr zur Wahl Lose gezogen, statt gewählt, so würde das Ergebnis ziemlich genau die Meinung der Deutschen Bürger widerspiegeln.

Als Begründung für das Ergebnis führt Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte, geschäftsführender Herausgeber der Zeitschrift für Politikwissenschaft an, dass vor allem Nicht-Wähler das Wahlergebnis stark verzerren. Er regt daher an, in Deutschland über die Einführung einer Wahlpflicht nachzudenken: „In Belgien oder Australien ist dies bereits Realität. Wieso nicht auch in Deutschland?“

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