Ausstellung: Forschende Frauen im Portrait

Unter dem Motto „Frauen, die forschen” sind in der Universitätsbibliothek auf dem Campus Essen noch bis zum 18. März Portraits von Naturwissenschaftlerinnen zu sehen.

Forschende Frauen zieren die Universitäsbibliothek auf dem Essener Campus. Foto: Linus Petrusch

Forschende Frauen zieren die Universitäsbibliotek auf dem Essener Campus. Foto: Linus Petrusch

Frauen und Forschung. Das ist trotz Emanzipation und Alice Schwarzer für einige immer noch ein Gegensatz.  Das ist auch an den Universitäten Deutschlands zu sehen. Nicht mal jede vierte Professorenstelle wird in Deutschland von einer Frau besetzt. „In Fachbereichen wie Ingenieurswisschenschaften sind es sogar nur zehn Prozent”, sagte Prof. Dr. Ute Klammer, Prorektorin für Diversity Managment an der der Uni Duisburg-Essen bei der Eröffnung der Austellung.  Dr. Sabine Graap vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie NRW sah das ähnlich: „Wir müssen daran arbeiten, dass forschen und lehren für Frauen selbstverständlich wird.”

Sobald Frauen im Bereich der Naturwissenschaften arbeiten, sind die Vorurteile meist folgende: langweilig, kinderlos, unattraktiv. Dass forschende Frauen neben fachlicher Kompetenz auch schön und interessant sind, zeigt die Austellung von Bettina Flitner.

Bettina Flitner führt die Gäste durch die Austellung und erklärt, wie es zu den Motiven gekommen ist. Foto: Linus Petrusch

Bettina Flitner führt die Gäste durch die Austellung und erklärt, wie es zu den Motiven gekommen ist. Foto: Linus Petrusch

Ein Schlüsselerlebnis in der Vergangenheit brachte die Fotografin auf die Idee, 25 Wissenschaftlerinnen zu portraitieren. „Als ich bei der EMMA gerarbeitet habe, gewann Christiane Nüsslein-Volhard als erste Deutsche den Nobelpreis für Medizin. Wir wollten darüber berichten und brauchten ein Foto. Doch es gab keins. So mussten wir ein Foto nehmen, auf dem dem sie im Träger-Top im Garten saß”, beschreibt Flitner den Grund Frauen „ordentlich” zu fotografieren. „Trotz ihrer verschiedenen Fachbereiche arbeiten nahezu alle Forscherinnen meist am PC. Doch das wäre für die Bilder zu langweilig gewesen”, sagt Flitner. So ließ die Fotografin eine Wissenschaftlerin im Seerosenteich baden, während sie mit eine andere im Forschungszentrum CERN in der Schweiz portraitierte.

Weitere Informationen:

Die Austellung in der Universitätsbibliothek läuft noch bis zum 18. März.

http://www.netzwerk-frauenforschung.nrw.de

http://www.bettinaflitner.de

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