Warnstreiks bei Post und Amazon

Zusteller der Deutschen Post haben am Mittwoch in ganz Nordrhein-Westfalen die Arbeit niedergelegt. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte dazu aufgerufen. Briefe und Pakete blieben heute in den Postfilialen liegen. Und auch bei Amazon gehen die Streiks weiter. 

Die Forderungen der Gewerkschaft: Mitarbeiter der Post, die tariflich bezahlt werden, sollen statt 38,5 nur noch 36 Stunden die Woche bei vollem Lohnausgleich arbeiten. Die Post hatte zwar Vorschläge für kürzere und flexiblere Arbeitszeiten vorgelegt, sich dabei aber nicht um den Lohnausgleich gekümmert. 

Verdi hatte den Tarifvertrag im Februar gekündigt und durfte bis zum 1. April nicht zum Streik aufrufen. Nach Auslaufen dieser sogenannten Friedenspflicht bleiben die Briefkästen heute jedoch leer. Der Warnstreik setzte mit Beginn der Frühschicht ein.

Auch Amazon gefährdet die Zustellung der Oster-Pakete: Dort läuft der Streik schon seit Montag und soll noch bis zur Spätschicht an Gründonnerstag andauern. Verdi fordert Amazon auf, in Tarifverhandlungen zu treten. Die Gewerkschaft erhofft sich bessere Bedingungen im Einzel- und Versandhandel. Amazon lehnte das jedoch bisher ab.

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