Patenschaftsprojekt: Paten und Freunde

Zwei Randgruppen finden zueinander: Seniorenstudierende und ausländische Studierende. Vor knapp vier Jahren haben Christel Wolf und Renate Fährenkämper das Patenschaftsprojekt an der TU Dortmund ins Leben gerufen. Ein Besuch bei den Projektinitiatorinnen und dem Patenschaftspärchen Hildegard Atorf und Serge Ngongang aus Kamerun.

Patenschaften Foto: Karen Grass

Hildegard Atorf und Serge Ngongang verstehen sich prächtig. Foto: Karen Grass

Christel Wolf und Renate Fährenkämper schaffen mit ihrem Patenschaftsprojekt, was ganz Deutschland seit der „Sarrazindebatte“ fahrig versucht: sie bringen Generationen und Kulturen ohne viel Aufhebens zusammen. So zum Beispiel die Seniorenstudentin Hildegard Atorf und den Kameruner  Student Serge Ngongang. Seit sie sich in der Mensa kennengelernt und über das Patenschaftsprojekt ihren Kontakt intensiviert haben, sind die beiden nicht mehr zu trennen.

Hildegard Atorf erzählt von Kochsessions und Frauenabenden, zu denen sie Serge mitnimmt. Serge traut sich jetzt auch, die deutschen Professoren anzusprechen. Und Atorf sagt: „Ich bin nicht mehr so allein, da ist jemand, der einem Neues zeigt und man hat einen viel offeneren Blick auf alles.“ Das durfte auch Projektinitiatorin Renate Fährenkämper erfahren – auf Patenschaftsbesuch in China.

Zugegeben: Mit den „bildungsfernen“ Migranten, gegen die Sarrazin ätzt, haben die internationalen Studierenden nicht viel zu tun. Doch längst drängt sich anstelle der Integrationsdebatte eine andere Frage auf: Wie schafft es Deutschland, die gut ausgebildeten Fachkräfte hier zu halten?

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